Lexikon

Keyframes

Was bedeutet bzw. was ist „Keyframes“?
Ein Keyframe (Schlüsselbild) ist ein Begriff aus der Computergrafik, insbesondere aus der Animation. In der Animationstechnik werden Objekte oder Figuren durch eine Abfolge von Einzelbildern, den sogenannten Frames, dargestellt. Ein Keyframe bezeichnet dabei einen bestimmten Zeitpunkt oder eine bestimmte Position in der Animation, an dem eine Änderung oder ein besonderes Ereignis stattfindet, das vom Animator festgelegt wird

Sie speichern den bestimmten Wert eines Parameters zu einem bestimmten Zeitpunkt (Frame). Für jedes Frame zwischen zwei Keyframes errechnen entsprechende Programme dann Zwischenwerte. So können dann z.B. Animationen erstellt werden.

Wenn z.B. der erste Keyframe 100% Transparenz und der zweite Keyframe 0% Transparenz hat, verliert das ausgewählte Objekt im Video innerhalb der gewählten Zeitspanne (Frames) an Transparenz und gewinnt entsprechend an Füllung.

Wozu sind sie wichtig?
Sie sind in der Computergrafik und Animationstechnik von großer Bedeutung, da sie es ermöglichen, komplexe Bewegungsabläufe und Animationen zu erstellen und zu steuern. Indem sie bestimmte Zeitpunkte oder Positionen festlegen, an denen eine Änderung oder ein Ereignis stattfindet, helfen Keyframes dabei, eine flüssige und realistische Animation zu erzeugen.

Ein großer Vorteil ist, dass sie den Arbeitsaufwand für den Animator reduzieren können. Statt jedes einzelne Frame einer Animation manuell zu erstellen, kann der Animator die Keyframes festlegen und das System oder die Software automatisch die Zwischenbilder berechnen lassen. Dadurch wird die Animation nicht nur schneller, sondern auch gleichmäßiger und flüssiger.

Ein weiterer Vorteil ist ihre Flexibilität. Durch das Hinzufügen oder Löschen von Keyframes können Animatoren schnell Änderungen an der Animation vornehmen, um sie an die Anforderungen oder Wünsche des Kunden anzupassen. Da Keyframes auch in der Videobearbeitung und Compositing verwendet werden können, können Animatoren auch komplexe visuelle Effekte erstellen und steuern, wie beispielsweise animierte Maskierungen, Farbkorrekturen oder Überblendungen.

Darüber hinaus können sie dabei helfen, den Workflow beim Erstellen von Animationen und visuellen Effekten zu optimieren. Indem sie bestimmte Aktionen oder Zustände zu einem bestimmten Zeitpunkt festlegen, können Animatoren effizienter arbeiten und sich auf die Feinabstimmung der Animation konzentrieren. Mit Keyframes können sie auch schnell verschiedene Varianten einer Animation erstellen, um verschiedene Optionen zu testen oder um Feedback von Kunden einzuholen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Keyframes ein unverzichtbares Werkzeug für Animatoren und Videobearbeiter sind, da sie es ermöglichen, komplexe Animationen und visuelle Effekte zu erstellen und zu steuern. Indem sie Zeitpunkte oder Positionen festlegen, an denen eine Änderung oder ein Ereignis stattfindet, helfen Keyframes dabei, eine flüssige und realistische Animation zu erzeugen und den Arbeitsaufwand zu reduzieren.

Häufigsten Fehler
Im Umgang mit Keyframes gibt es viele Fehler, die passieren können und die die Qualität und Effektivität einer Animation beeinträchtigen können. Hier sind einige der häufigsten Fehler im Umgang mit Keyframes:

  1. Zu viele oder zu wenige Keyframes setzen: Eine übermäßige Anzahl kann eine Animation unnötig komplex und unübersichtlich machen, während zu wenige die Bewegung unnatürlich und ruckartig wirken lassen können.
  2. Keyframes nicht richtig positionieren: Sie müssen an den richtigen Stellen in der Timeline platziert werden, um eine flüssige und realistische Bewegung zu erzeugen. Wenn sie falsch positioniert werden, kann die Bewegung unnatürlich und abgehackt aussehen.
  3. Keine einheitliche Bewegung: Wenn Keyframes nicht in einer einheitlichen Weise gesetzt werden, kann dies zu einer ungleichmäßigen und unvorhersehbaren Bewegung führen, die das Auge des Zuschauers verwirrt.
  4. Mangelnde Feinabstimmung: Keyframes müssen fein abgestimmt werden, um eine Bewegung zu erzeugen, die glatt und realistisch aussieht. Wenn sie nicht genau genug eingestellt sind, kann dies zu ungleichmäßigen oder unvorhersehbaren Bewegungen führen.
  5. Falsche Timing-Einstellungen: Das Timing der Keyframes muss sorgfältig abgestimmt werden, um eine Bewegung zu erzeugen, die dem natürlichen Bewegungsablauf entspricht. Wenn das Timing falsch ist, kann dies zu einer unnatürlichen oder ungleichmäßigen Bewegung führen.
  6. Fehlende Easing-Optionen: Easing-Optionen ermöglichen es, Bewegungen mit Beschleunigung und Verzögerung zu versehen, um eine Bewegung zu erzeugen, die natürlicher aussieht. Wenn Easing-Optionen nicht berücksichtigt werden, kann die Bewegung unnatürlich und mechanisch wirken.
  7. Übermäßiger Einsatz von Effekten: Zu viele Effekte können eine Animation unnötig komplex machen und den Fokus von der eigentlichen Bewegung ablenken. Es ist wichtig, nur die notwendigen Effekte zu verwenden, um die Bewegung zu unterstützen.
  8. Keine Berücksichtigung der Kamera: Wenn eine Kamera in einer Animation verwendet wird, müssen Keyframes in Bezug auf die Kamera korrekt platziert werden, um eine realistische Bewegung zu erzeugen.
  9. Keine Berücksichtigung der Physik: Wenn eine Animation realistisch wirken soll, müssen die Keyframes die Gesetze der Physik berücksichtigen, wie zum Beispiel Schwerkraft, Trägheit und Beschleunigung.
  10. Fehlende Kontrolle der Bewegung: Wenn eine Bewegung nicht vollständig kontrolliert wird, kann sie zu unerwarteten Ergebnissen führen. Es ist wichtig, die Bewegung zu kontrollieren und sicherzustellen, dass sie den Anforderungen entspricht.

Dies sind nur einige der häufigsten Fehler, die im Umgang mit Keyframes passieren können. Durch sorgfältige Planung, genaue Einstellungen und eine gründliche Überprüfung können viele dieser Fehler vermieden werden.

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